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    Andere Länder, andere Sitten: einmal über den Tellerrand geschaut

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    Multikulturelle Freunde

    Manchmal muss man gar nicht erst in ferne Länder reisen, um lustige Missverständnisse auszulösen. Dafür reicht schon der Besuch beim Bäcker in einem anderen Bundesland: So werden die sogenannten Berliner Pfannkuchen mancherorts einfach Krapfen, Kreppel oder einfach nur Pfannkuchen oder Berliner genannt. Herrlich, sich vorzustellen wie der Kunde auf die Bestellung „Zwei Berliner, bitte!“ die Antwort erhält: „Tut mir leid, bei uns arbeiten nur Schwaben.“

    Für Verwirrung sorgen auch Spanien-Urlauber mit Italienischkenntnissen, die beim Frühstück im Hotel nach „burro“ fragen. Im Spanischen ist „burro“ ein Esel, während es auf Italienisch die Butter ist. Auch „aceite“ im Spanischen für Öl und „aceto“ für Essig im Italienischen haben schon für Durcheinander auf so manchem Salatteller gesorgt. „“ wird im Griechischen für eine Bejahung verwendet, obwohl es ja eher nach „Nein“ klingt.

     

    Auch nonverbale Zeichen können falsch interpretiert werden

    Vielleicht ging es dir selbst schon einmal ähnlich: Da nicht jeder die Sprache des Gastlandes beherrscht, fangen Reisende zwangsläufig an, bei der Kommunikation mit den Einheimischen mit Händen und Füßen zu reden. Aber aufgepasst, hier kann man aus Versehen in das ein oder andere Fettnäpfchen treten!

    So bedeutet der Ring aus Zeigefinger und Daumen in Deutschland, Skandinavien und Nordamerika „super“, in Frankreich und Brasilien nennst du deinen Gesprächspartner damit jedoch „Arschloch“ und in Japan steht das Zeichen für Geld oder Kondom.

    Ein Kopfnicken, in Deutschland als Zustimmung gewertet, gilt mit entsprechender Mimik in Griechenland, Bulgarien und Teilen Indiens als Ablehnung. Auch „Thumbs up“ – der Daumen nach oben – wird von Land zu Land unterschiedlich interpretiert: in Deutschland und den USA als Zustimmung, in Italien als Beleidigung, in manchen Mittelmeerländern, Russland, im Nahen und Mittleren Osten als Aufforderung zum Sex und in Japan für die Zahl fünf. In Israel bieten Prostituierte auf diese Weise ihre Dienste an und Tramper bitten damit um eine Mitfahrgelegenheit. Wer soll da noch durchblicken …?

    Auch Händeschütteln, Umarmungen, Küsschen rechts und Küsschen links beim Begrüßen und Verabschieden werden im kulturellen Kontext sehr unterschiedlich praktiziert. Eine Befragung der Universität Oxford von 1.300 Personen aus Frankreich, Italien, Großbritannien, Finnland und Russland ergab, dass die Tabuzonen regional sehr unterschiedlich lokalisiert sind, eine Berührung am Gesäß (du kannst es dir denken) aber praktisch nirgends erwünscht ist. Am innigsten umarmen sich offenbar die Finnen, während die Briten am meisten Distanz halten.

     

    Essen: Es muss ja nicht immer Schnitzel mit Pommes sein

    Andere Länder, andere Sitten – das fällt insbesondere dann auf, wenn beim Restaurantbesuch im Urlaub eine Abkehr von lieb gewonnenen Essgewohnheiten erforderlich ist. Tatsächlich ist für viele Schnitzel-Freaks der Verzicht auf Schweinefleisch, etwa bei einem Urlaub in der Türkei – ein prägendes Erlebnis. Bei Hindus hingegen kommt beispielsweise kein Rindfleisch auf den Tisch, da Kühe als heilig gelten.

    Wer in die Ferne reist, sollte sich auf die kulinarischen Gepflogenheiten einstellen. Hunde, Katzen und Ratten stehen in vielen Ländern Asiens auf der Speisekarte. Wer Mut hat, fährt mit dem Motto „Man muss ja nicht wissen, was man isst!“ am besten. Als Vegetarier oder Veganer hast du es manchmal auch nicht leicht: Wer zum Essen eingeladen ist und das Fleisch auf dem Teller liegen lässt, regt zu Vermutungen an wie: „Maria, ihm schmeckt‘s nicht!“ – um den Titel des Bestsellers von Jan Weiler zu zitieren.

     

    Alkohol: Ein Schlückchen in Ehren kann (fast) niemand verwehren

    Zum Ausklang eines ereignisreichen Urlaubstags gehört bei dir das Feierabendbier dazu? Bei den Getränken ist insbesondere der Umgang mit Alkohol je nach Kultur sehr unterschiedlich. Gerade manche islamisch geprägten Länder pflegen diesbezüglich einen etwas strengeren Sittenkodex, obwohl überliefert ist, dass der Prophet ursprünglich eine irdische und eine paradiesische Interpretation parat hatte. So hatte insbesondere der Weinkonsum in vielen islamischen Ländern eine lange Tradition. Seit dem 13. Jahrhundert lehnten aber immer mehr Koranexegeten den Genuss alkoholischer Getränke ab. Tatsächlich wird der Alkoholkonsum je nach Region sehr unterschiedlich praktiziert. Insbesondere in den Urlaubsregionen islamisch geprägter Länder ist es meist problemlos möglich, ein Glas Bier oder Wein zu trinken. Allerdings sind Alkoholexzesse aber fast überall verpönt. Wer sich an den Einheimischen orientiert, macht auf jeden Fall nichts verkehrt.

     

    Farben: oft durch die Religion inspiriert

    Kulturelle Unterschiede zeigen sich oft in der Farbgestaltung. Die Farbpsychologie geht davon aus, dass hier religiöse Inspirationen transportiert werden, die wiederum oft auf Umwelteinflüsse zurückgehen. So ist Grün als Farbe der Hoffnung insbesondere in arabischen Ländern bekannt. Ursache ist wohl das Fehlen von Pflanzen in den Wüsten dieser Länder. In Japan und China steht Weiß auch für Tod und Trauer. Gelb wird meist mit der Sonne assoziiert, lädt aber je regional zu differenzierten Interpretationen ein.

     

    Auch die Kleidung setzt ein Zeichen

    Auch in puncto Kleidung gilt es, diverse Fettnäpfchen zu umgehen. Hier seien insbesondere Vorschriften beim Besuch religiöser Stätten genannt. In der Regel sollen Personen in knapper Bekleidung draußen bleiben. Allerdings gelten für Frauen gerade in der islamischen Welt noch strengere Regeln. Hier gilt es, sich vorab zu informieren, um nicht die Gefühle der Einheimischen zu verletzen, oder Sittenwächter auf den Plan zu rufen. Tipp: Packe am besten ein leichtes Tuch oder einen dünnen Schal in deine Tasche, mit dem du ganz einfach beim Betreten religiöser Stätten deine Schultern bedecken kannst.

     

    Fazit

    Bei der Vorbereitung der Reise ist es lohnenswert, sich über die kulturellen Hintergründe der Gastregion zu informieren. Denn die Auseinandersetzung mit der Sprache und den Gebräuchen bringt dir nicht nur die Kultur näher, sondern hilft auch, Missverständnisse und peinliche Fettnäpfchen zu vermeiden. Solltest du doch einmal in einer Situation nicht wissen, was zum guten Ton in deinem Gastland gehört, hilft vor allem eins: Mit Einheimischen ins Gespräch kommen und lokale Insider-Tipps erhalten!

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